|

Schon seit meiner Kindheit faszinieren mich Knöpfe. Ich spielte
gerne mit ihnen, sie waren so schön bunt und jeder sah für mich einfach
wundervoll aus. Meine Leidenschaft
geht aber dennoch nicht so weit, dass ich, wie andere Sammler, Alben
oder Regale bzw. kleine Vitrinen voll damit habe; nein, ich habe
"nur" eine kleine Kiste, in der ich meine Knöpfe
aufbewahre. Aber ich schaue mir Knöpfe gerne an, denn Knöpfe sind
nicht nur ein Verschlusselement, sondern sie haben auch, jeder für
sich, eine kleine Geschichte. Auch sind sie oft das "i - Tüpfelchen"
eines Modells. Darum habe ich gedacht, vielleicht sollte man den
Knöpfen auch eine Web - Seite widmen. Einfach deshalb "weil,
sie so schön sind!“
|
Eine kleine Knopfkunde
|
|
|
Der Knopf
ist aus unterschiedlichen Materialen und dient dazu ein Kleidungsstücke zu verschließen,
ist aber auch gleichzeitig Schmuck . Es gibt Knöpfe, die aus wertvollen
Metallen, Elfenbein oder Ebenholz gefertigt werden. Die
meisten Knöpfe werden aber aus Holz, Glas, Perlmutt, Knochen,
Horn, Messing, Zinn oder Plastik gefertigt. Die
Knopfgröße wird nach Linien (''') gemessen. 1 '''
entspricht zwei Drittel Millimeter.
Als Schmuck wurden Knöpfe
schon in der Bronzezeit getragen. Die Griechen und Römer
benutzten sie manchmal auch als Kleiderverschluss, obwohl
damals die Fibel ( frühgeschichtliche
Gewandspange) gebräuchlicher war. In Europa wurden Knöpfe
im 13. und 14. Jahrhundert populär, als eng anliegende
Kleider in Mode kamen. Im 16. Jahrhundert waren Knöpfe
unter Adeligen und vermögenden Kaufleuten Prestigeobjekte,
die mit Diamanten und anderen Edelsteinen besetzt wurden. Im
18. Jahrhundert hat man handgemachte Knöpfe aus bemaltem
Porzellan, mit Intarsien aus Horn, aus Elfenbein und aus
gravierten Edelsteinen hergestellt. Auch mit Stoff überzogene
Knöpfe und Messingknöpfe waren beliebt. Knöpfe sind
meistens Massenproduktionen gewesen, deren Aussehen sich nach der Mode
und dem Zweck der Bekleidung orientierte. Einfache Knöpfe
waren bis 1900 meistens aus Holz, später wurden sie aus
Bakelit und seit den sechziger Jahren aus Plastik hergestellt.
Edlere Knöpfe aus Horn, Perlmutt oder mit Seidenüberzug
werden heute noch verwendet. |
|
   
K
n o p f - A r t e n
|

|
Perlmuttknöpfe
Neben der besonderen
Ausdruckskraft durch die changierenden Farbtöne, die den
Perlmuttknopf zu einem beliebten Accessoire und
Verschlussobjekt werden ließ, ist er ein reines Naturprodukt
und nahezu unverwüstlich. Der Perlmuttknopf eignet sich
besonders gut als Blusenknopf und für alle leichten Stoffe.
Perlmutt
oder Perlmutter, harte, schillernde Innenschicht, die sich
in den Schalen von Muscheln und Schnecken bildet. Perlmutt
besteht aus Calciumcarbonat, das sich in dünnen,
überlappenden Schichten absetzt. Das schillernde
Farbenspiel entsteht durch die Brechung einfallender
Lichtstrahlen. Um Perlmutt verwenden zu können, muss erst
die harte Außenschale entfernt werden. Das rohe Perlmutt
wird dann poliert, um die irisierenden
Farben zum Vorschein
zu bringen. Für Perlmutt gibt es keinen künstlichen
Ersatz. Wird es dem Sonnenlicht zu lange ausgesetzt, geht
die irisierende Wirkung des Materials verloren. Ein
Perlmuttknopf fühlt sich immer kalt an.
(irisieren
= in Regenbogenfarben schillernd)
|
   
|

|
Steinnussknöpfe
Den Samen einer
südamerikanischen Palmenart nennt man Steinnuss. Die
Steinnuss ist das einzige Naturprodukt, das sich in jede
beliebige Modefarbe einfärben lässt. Die natürliche Maserung
der Steinnuss gibt jedem Knopf eine eigene Zeichnung. Meist wird der
Steinnussknopf als klassischer runder, flacher Blazer- oder
Mantelknopf mit zwei oder vier Löchern angeboten.
|
   
|

|
Hornknöpfe
Elegant und anspruchsvoll,
aber auch sportlich gibt sich der Hornknopf. Knöpfe aus
Büffelhorn sind die wertvollsten und haben die schönste
Maserung. Sie passen besonders gut zu klassischen Blazern oder
auch zu Tweed - Jacketts. Der Hirschhornknopf ist ein
beliebter Begleiter der Trachtenmode. |
   
|

|
Lederknöpfe
Kaum ein anderer Knopf gibt
einem Blazer, Mantel oder Anzug eine sportlichere Note als der
Lederknopf. Besonders bekannt und beliebt ist der geflochtene
Lederknopf. Lederknöpfe lassen sich ausgezeichnet einfärben.
Als sportive Klassiker werden sie jedoch meist in Brauntönen,
der natürlichen Lederfarbe, angeboten.
Leder,
Tierhaut, die durch chemische Behandlungen (Gerben) fest,
flexibel, dehnbar, porös und haltbar geworden ist. Meist
werden die Häute von Rindern, Kälbern, Schweinen und Ziegen
verarbeitet, in speziellen Fällen und regional auch von
Pferden, Kängurus, Rotwild, Robben, Walrössern und Reptilien. |
   
|

|
Metallknöpfe
Der Metallknopf ist
beinahe unverwüstlich. Er lässt sich polieren oder
mattieren, in Form gießen oder gravieren. Ein Wappenkopf gibt
dem dunkelblauen Blazer den maritimen Touch oder ein
Goldknopf der Jacke "das gewisse Etwas". Auch aus
dem Jeans- und Sportwarenbereich ist der Metallknopf nicht
mehr wegzudenken. |
   
|

|
Glasknöpfe
Glasknöpfe gibt es glatt
oder geschliffen, mit gravierter Oberfläche, transparent,
farbig oder bemalt. Sie passen sich den unterschiedlichsten
Materialien an. Beliebtes und schmückendes Accessoire sind
Strassknöpfe, die aus Bleiglas hergestellt werden.
Glas,
im allgemeinen Sinn Schmelzprodukte aus Quarzsand (Siliziumdioxid)
mit anderen oxidischen Beimengungen. |
   
|
Meine
eigene kleine
Kn pfsammlung
|
|
|

|
|
   
|
|
|
|
|
|
|
|
Wussten
Sie übrigens
weshalb
Frauen anders knöpfen?
Bis
Mitte des 19. Jahrhunderts knöpften alle gleich.
Links über rechts - so wie es für Rechtshänder
einfacher ist. Weil sich die Damen der feinen
Gesellschaft jedoch von ihren Dienerinnen anziehen
ließen, kam es zum Wechsel. Denn für das
Personal wiederum war es bequemer, wenn die
Knopfleisten aus Sicht der Trägerin vertauscht
sind. - Rechts über links setzte sich schnell
durch. Vor allem darum, weil auch weniger
wohlhabende Damen dann so tun konnten, als hätten
sie eine Dienerin.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|

|
|