Möchten Sie ein bisschen mehr über Parfüm wissen? 

 

Bitteschön hier ist...

 

Wussten Sie übrigens ...

... dass die heutige Bezeichnung Parfüm vom lateinischen “per fumum” stammt und  soviel wie “durch den Rauch” bedeutet und dass es  Parfüm bereits seit 4000 bis 5000 Jahren gibt?

Ein Parfümeur ...

... kann sein Wissen und Können bei der Herstellung eines Duftwässerchens nur richtig einsetzen, wenn er eine "begabte" Nase hat und eine sichere Hand für das, was gefällt. Dass ihm hierfür viele edle Riechstoffe zur Verfügung stehen müssen, ist eine entscheidende Voraussetzung für das Gelingen seines "Kunstwerkes" Parfüm. 

 

 

Riechstoffe

Die wichtigsten Riechstoffe tierischer Herkunft sind Zibet (Drüsensekret der Zibetkatze), Ambra (Gallensekret des Pottwales) ,  Castoreum (Drüsensekret der Biber), Florida-Alligatoren sowie  Moschus (Drüsensekret des Mochusochsen).  Tierische Duftrohstoffe sind wertvoller, sie verflüchtigen sich nicht so schnell, wie die pflanzlichen.

Die Tiere müssen nicht mehr gequält oder getötet werden, da die Duftstoffe indessen auch im Chemielabor hergestellt werden können.

 

Aber die pflanzlichen  Riechstoffe sind noch viel reichhaltiger.

Da wären zum Beispiel: Salbei, Thymian, Minze, Zimt,  Anis, Veilchen, Rosen, Kümmel, Orangenschalen, Baumharze, Zedern- und Sandelholz und viele mehr.

Auch die pflanzlichen Duftstoffe werden teilweise synthetisch hergestellt. 

         

   

Was ist aber nun ...

Parfüm?         Eau de Toilette?         Eau de Cologne?

Hier spielt einzig und allein die Konzentration eine Rolle.

Die Haftfestigkeit und die Intensität eines Duftes sind immer abhängig vom prozentualen Anteil des reinen Parfümöles. Es schwankt zwischen einem Prozent und vierzig Prozent. Der Rest besteht aus destilliertem Wasser und Alkohol. 

Das Parfüm "Extrait" hat einen Duftöl-Anteil von 15% bis 40 %
Das Eau de Parfüm hat einen Duftöl-Anteil von 8% bis 15 %
Das Eau de Toilette hat einen Duftöl-Anteil von 4% bis 8 %
Das Eau de Cologne hat nur noch einen Anteil von 2% bis 5 %
Splashes  bzw.  Eaux Fraiche haben einen Anteil von 1%  bis 3 % und sind somit extrem leicht. Sie eignen sich daher auch zur großzügigen Ganzkörper-Anwendung

             

Das sollte man beachten...

Bei einem Parfüm wird unterschieden zwischen Kopf-, Herz und Basisnote.

Riechen Sie den Duft niemals in der Flasche. Man riecht dabei nur die "Kopfnote" und den Alkohol. Also entweder in die Flaconkappe sprühen und riechen oder auf einen Teststreifen eine Duftprobe sprühen und daran riechen.

Die "Herznote" vereint alle Düfte zu einem Duftkomplex.  Die "Basisnote" bestimmt die Ausdrucksstärke eines Parfüms. Selbst der pH-Wert der Haut bestimmt, wie sich das Parfum entfaltet. Oft dauert es bis zu einer Stunde, bis sich der definitive Charakter des Parfüms entwickelt. Niemals beim Kauf zu viele Parfüms auf einmal testen. Im Allgemeinen kann ein Laie nur vier bis höchstens fünf Düfte riechen, dann vermischen sich diese. 

Auf sehr trockener Haut halten Düfte schlecht. (Tipp: Eine zum Parfüm passende Bodylotion vorher auftragen) 

 

Möge sich jeder mit dem Duft umgeben, der ihm zusagt, aber man sollte auch immer an die Reaktion seiner Mitmenschen denken. Kündigen Sie Ihre Ankunft nie mit einer "Duftwolke" an. Im Handel gibt es ein großes Duft-Angebot und es findet sich ganz sicher eine "Kreation", die nicht aufdringlich ist und beiden gefällt.

 

Es gibt Kenner, die sich nie parfümieren, wenn sie in ein Gourmet-Restaurant oder zu einer Weinprobe gehen. Sie möchten ihre Geschmacksnerven nicht verwirren.

 

Parfüm ist etwa drei Jahre haltbar und sollte möglichst kühl und dunkel aufbewahrt werden.

Goldene Regel :   Je später der Tag, um so intensiver darf der Duft sein.

           

"Parfümieren Sie sich überall dort, wo Sie geküsst werden möchten."

                                                                                                 Coco Chanel (1883-1971

(Coco kreierte einst das „kleine Schwarze")

                     

Das kleine ABC des Duftes

A Ambra, gilt als bestes Fixiermittel bei der Herstellung der hochwertigen und teuren Parfüms (es verlangsamt die Verdunstung der ätherischen Öle). 
B Basisnote ist der letzte Teil des Duftablaufes und hält über Stunden.
C Citrusöle werden aus der ledrigen Schale (Exokarp) der Zitrusfrüchte  herausgepresst.
D Duftträger sind Hals, Schläfen, Brustansatz, Armbeugen, Kniekehlen, frisch gewaschenes Haar.
E Etherische Öle kann man aus verschiedenen Pflanzenteilen isolieren, z.B. aus Blüten, Früchten, Blättern, Wurzeln, Samen oder aus der Rinde und sie sind wichtige Ausgangsstoffe bei der Parfümherstellung.
F Fougàre sind Gerüche mit betont männlichem Charakter.
G Gaschromatograph ist ein Gerät, das Duft in seine chemischen Bestandteile zerlegt.
H Herznote entwickelt sich etwa zehn Minuten nach dem Auftragen des Parfüms.
I Intensität des Geruches hängt von der jeweiligen Haut ab. Fettige Haut kann Parfüm besser speichern.
J Juchtennoten sind Duftnoten aus Leder
K Kopfnote ist der erste Dufteindruck eines Parfüms beim Öffnen der Flasche.
L Labor, hier werden natürliche Düfte exakt analysiert und nachgebaut.
M Moschus, Substanz mit kräftigem, lang anhaltendem Geruch aus einer Drüse am Bauch der männlichen Moschustiere (Hirsch). Moschus wird heute auch synthetisch hergestellt.
N Nuanceur, Riechstoff, der den Hauptgeruchsträger unterstützt.
O Olfaktologe ist ein Geruchsspezialist
P Pheromone sind Duftstoffe, die von Tieren produziert werden und das Verhalten anderer Tiere beeinflusst. Sie sind die Sexuallockstoffe von Tieren.
Q Qualität,  vor allem die Haltbarkeit im Duftablauf, von der Kopf- bis zur Basisnote, spricht für gute Qualität. 
R Resinoide sind gereinigte Harze aus Pflanzenteilen
S Sandelholz ist ein edler Duftrohstoff aus dem Sandelholzbaum aus Indien.
T Test, nicht mehr als drei Düfte beim Kauf testen, denn bei mehr Duftproben werden die Riechzellen verwirrt. 
U Ursprung, die auf dem Gebiet des heutigen Irak lebenden Sumerer, versuchten mit den Göttern “durch den Rauch” zu sprechen. Die “Parfüms”, deren Rezepturen und Zubereitungsarten den Priestern vorbehalten waren, wurden angezündet und ermöglichten den Göttern andererseits,  “durch den Rauch” zur Erde hinab zu steigen.
V Verdünnen, ist das Parfüm zu stark, kann es mit 90%igen Alkohol und 10%igen destilliertem Wasser verdünnt werden.
W Würzig sind Parfüms mit Zimt, Koriander,  Nelke usw.
X XXL- also sehr große Flakons sollte man schnell verbrauchen, denn Düfte halten nicht ewig
Y Ylang-Ylang, der Ylang-Ylang-Baum in Südostasiens besitzt besonders fein duftende Blüten, aus denen Parfüm-Öl gewonnen wird.
Z Zeitpunkt, da Duftstoffe auf warmer Haut besser halten und sich entfalten, ist es ratsam sich nach dem Bade oder Duschen zu parfümieren.
 

           

 

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