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Ein
Parfümeur ...
...
kann sein Wissen und Können bei der Herstellung eines Duftwässerchens
nur richtig einsetzen, wenn er eine "begabte" Nase
hat und eine sichere Hand für das, was gefällt.
Dass ihm hierfür viele edle Riechstoffe zur Verfügung stehen
müssen, ist eine entscheidende Voraussetzung für das
Gelingen seines "Kunstwerkes" Parfüm.
Riechstoffe
Die
wichtigsten Riechstoffe tierischer
Herkunft sind Zibet (Drüsensekret der Zibetkatze), Ambra
(Gallensekret des Pottwales) , Castoreum (Drüsensekret
der Biber), Florida-Alligatoren sowie Moschus (Drüsensekret
des Mochusochsen). Tierische Duftrohstoffe sind
wertvoller, sie verflüchtigen sich nicht so schnell, wie die
pflanzlichen.
Die
Tiere müssen nicht mehr gequält oder getötet werden, da die
Duftstoffe indessen auch im Chemielabor hergestellt werden können.
Aber
die pflanzlichen Riechstoffe
sind noch viel reichhaltiger.
Da
wären zum Beispiel: Salbei, Thymian, Minze, Zimt, Anis,
Veilchen, Rosen, Kümmel, Orangenschalen, Baumharze, Zedern-
und Sandelholz und viele mehr.
Auch
die pflanzlichen Duftstoffe werden teilweise synthetisch
hergestellt.
Was ist
aber nun ...
Parfüm?
Eau de Toilette?
Eau de Cologne?
Hier spielt
einzig und allein die Konzentration eine Rolle.
Die
Haftfestigkeit und die Intensität eines Duftes sind immer
abhängig vom prozentualen Anteil des reinen Parfümöles. Es
schwankt zwischen einem Prozent und vierzig Prozent. Der Rest
besteht aus destilliertem Wasser und Alkohol.
| Das
Parfüm
"Extrait" |
hat einen Duftöl-Anteil von 15% bis 40
% |
| Das
Eau de Parfüm |
hat einen Duftöl-Anteil von 8% bis 15 % |
| Das
Eau de Toilette |
hat einen Duftöl-Anteil von 4% bis 8 % |
| Das
Eau
de Cologne |
hat nur noch einen Anteil von 2% bis 5 % |
| Splashes
bzw. Eaux
Fraiche |
haben einen Anteil von 1% bis 3 % und sind somit extrem leicht. Sie
eignen sich daher auch zur großzügigen Ganzkörper-Anwendung |
Das
sollte man beachten...
Bei
einem Parfüm wird unterschieden zwischen Kopf-, Herz und
Basisnote.
Riechen
Sie den Duft niemals in der Flasche. Man riecht dabei nur die "Kopfnote"
und den Alkohol. Also entweder in die Flaconkappe sprühen und
riechen oder auf einen Teststreifen eine Duftprobe sprühen
und daran riechen.
Die
"Herznote" vereint alle Düfte zu einem
Duftkomplex. Die "Basisnote" bestimmt die Ausdrucksstärke
eines Parfüms. Selbst
der pH-Wert der Haut bestimmt, wie sich das Parfum entfaltet. Oft
dauert es bis zu einer Stunde, bis sich der definitive
Charakter des Parfüms entwickelt. Niemals
beim Kauf zu viele Parfüms auf einmal testen. Im Allgemeinen
kann ein Laie nur vier bis höchstens fünf Düfte riechen,
dann vermischen sich diese.
Auf
sehr trockener Haut halten Düfte schlecht. (Tipp:
Eine zum Parfüm passende Bodylotion vorher auftragen)
Möge
sich jeder mit dem Duft umgeben, der ihm zusagt, aber man
sollte auch immer an die Reaktion seiner Mitmenschen denken. Kündigen
Sie Ihre Ankunft nie mit einer "Duftwolke" an.
Im Handel gibt es ein großes Duft-Angebot und es findet sich
ganz sicher eine "Kreation", die nicht aufdringlich
ist und beiden gefällt.
Es
gibt Kenner, die sich nie parfümieren, wenn sie in ein
Gourmet-Restaurant oder zu einer Weinprobe gehen. Sie möchten
ihre Geschmacksnerven nicht verwirren.
Parfüm
ist etwa drei Jahre haltbar und sollte möglichst kühl und
dunkel aufbewahrt werden.
Goldene
Regel :
Je später der Tag, um so intensiver darf der Duft sein.
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"Parfümieren
Sie sich überall dort, wo Sie geküsst
werden möchten." |
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Coco Chanel
(1883-1971 |
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(Coco
kreierte einst das „kleine Schwarze") |
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